Traumatisierte Beaucerons zeigen oft Überreaktionen, Angst, Unsicherheit oder Aggression, die sich in emotionaler Dysregulation und ambivalentem Verhalten gegenüber Bezugspersonen äußern kann.
Die Bewältigung erfordert Stressmanagement, gezieltes Entspannungstraining und eine langsame, sanfte Gewöhnung an Reize, um dem robusten Arbeitshund zu helfen, seine natürliche Intelligenz und Arbeitsfreude positiv zu nutzen, anstatt von Angst überwältigt zu werden, was oft professionelle Hilfe (Trainer, Tierarzt) nötig macht.
Überreaktion: Starke emotionale Reaktionen auf normale Reize (Geräusche, Alltagssituationen) aufgrund von Angst oder Unsicherheit.
Ambivalentes Verhalten: Nähe suchen und plötzlich wieder flüchten.
Geringe Reizschwelle: Schnelle Überforderung.
Ursachen: Frühere schlechte Erfahrungen, Überforderung in der Erziehung, mangelnde Sozialisierung.
Stressmanagement:
Ruhe trainieren: Schaffen Sie stressfreie Umgebungen und üben Sie Entspannung.
Reizkonditionierung:
Setzen Sie den Hund sanft und kontrolliert neuen Geräuschen aus, um Reaktionen zu mildern.
Überforderung vermeiden:
Bringen Sie ihn nicht unnötig in angstauslösende Situationen.
Bindung stärken:
Beaucerons sind loyal; bauen Sie Vertrauen durch positive Erfahrungen auf.
Suchen Sie Nähe, aber respektieren Sie seine Grenzen, um ambivalentes Verhalten zu reduzieren.
Professionelle Hilfe:
Ein erfahrener Hundetrainer (gerne mit Spezialisierung auf Schutzhunde/Hütehunde) kann helfen.
Tierärztliche Abklärung, um organische Ursachen auszuschließen und medikamentöse Unterstützung zu besprechen.
Körperliche und geistige Auslastung:
Ihre Intelligenz und Arbeitsfreude muss kanalisiert werden.
Struktur:
Klare Regeln und Routinen geben Sicherheit.
Traumatisierte Beaucerons sind arbeitswillig, benötigen aber verständnisvolle Führung und Geduld, um ihre natürlichen Fähigkeiten positiv einzusetzen und Vertrauen aufzubauen.